Projektübergreifende Themen in der Sozial-ökologischen Forschung

Die Querschnitts-Arbeitsgruppen widmen sich Fragestellungen, die alle Projekte der sozial-ökologischen Forschung betreffen. Beispiele sind die gesellschaftlichen Naturverhältnisse oder Partizipation.

Querschnitts-Arbeitsgruppen (QAGs) sind selbstorganisierte Verbünde aus Mitgliedern verschiedener sozial-ökologischer Forschungsprojekte mit wechselnder Zusammensetzung, die übergreifende Fragestellungen bearbeiten. Diese Fragestellungen z.B. die Frage nach der Steuerung gesellschaftlicher Prozesse oder die Rolle geschlechtsspezifischer Sichtweisen treten in den verschiedenen Einzelprojekten in unterschiedlichen konkreten Ausprägungen auf. Damit können Erfahrungen zu den jeweiligen Themen in den QAGs ausgetauscht und zusammengetragen werden. Die Querschnittsarbeitsgruppen können sich sowohl auf die Theorie- und Methodenentwicklung der sozial-ökologischen Forschung beziehen, als auch auf deren strukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen (forschungspolitisch relevante Fragestellungen). Die Querschnitts-Arbeitsgruppen haben zudem das Ziel den sozial-ökologischen Forschungsansatz und/oder das SÖF-Rahmenkonzept weiter zu entwicklen.

Bisher befassten sich Querschnittsarbeits-Gruppen mit den folgenden Themen:

  • Querschnitts-AG Gender

    Noch besteht an manchen Stellen Unsicherheit darüber, wie die Gender-Thematik in der konkreten Projekt-Arbeit zu verankern ist. Die QAG Gender ermöglicht daher einen Austausch über die sehr unterschiedlichen Herangehensweisen in den Projekten. Dabei soll ein Eindruck darüber gewonnen werden, ob in den Projekten ähnliche Fragestellungen und Methoden identifiziert und daraus übergeordnete Schlussfolgerungen gezogen werden können. Ziel ist es, die Thematik fester in der anwendungsbezogenen und theoretischen Projektarbeit zu verankern und Handlungsempfehlungen für die künftige Ausgestaltung von SÖF-Förderprogrammen zu entwickeln.

     mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/220.php)
  • Querschnitts-AG Gesellschaftliche Naturverhältnisse

    Mit der Querschnittsarbeitsgruppe soll die Weiterarbeit an einem zentralen theoretischen Konzept der sozial-ökologischen Forschung organisiert und durchgeführt werden, dem Konzept der "gesellschaftlichen Naturverhältnisse". Dieses Konzept war bereits im Zusammenhang mit der Erstellung des Rahmenkonzeptes für die sozial-ökologische Forschung von Bedeutung und soll dazu beitragen, noch weitgehend unverbundene Erkenntnisse der naturwissenschaftlichen und der sozialwissenschaftlichen Umweltforschung problembezogen miteinander zu verknüpfen.  mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/224.php)
  • Querschnitts-AG Ökonomik

    Die Querschnitts-AG "Die Rolle der Ökonomik in der SÖF" verfolgt den Zweck, den Stellenwert der Ökonomik für die SÖF, aber auch Lehren aus der SÖF-Arbeit für die Weiterentwicklung nachhaltigkeitsorientierter Wirtschaftsforschung auszuloten. Ziel ist die Analyse und Förderung der wechselseitigen Befruchtungsmöglichkeiten. Sie will ökonomische Sachverhalte und Methoden in andere SÖF-relevante Disziplinen vermitteln, die Rolle der Ökonomik in SÖF-Projekten reflektieren und dazu beitragen, die SÖF im ökonomischen Diskurs bekannt zu machen. An diesen internen und externen Zielsetzungen orientieren sich auch die Produkte der AG. mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/226.php)
  • Querschnitts-AG Partizipation

    Auch in der sozial-ökologischen Forschung stellen Partizipation und Nachhaltigkeit zentrale Bestandteile der Forschungsarbeiten und -ergebnisse dar. Selten findet jedoch eine kritische Reflexion der Vereinbarkeit beider Begriffe statt. Vor dem Hintergrund dieser Beobachtung wurden in der Querschnittsarbeitsgruppe Partizipation in einer ersten Phase sind die unterschiedlichen Entstehungshintergründe, Anwendungskontexte, Funktionen und Defi-nitionen der Begriffe diskutiert und die Bedeutung von Partizipation bzw. das partizipative Verständnis in einigen "prominenten" Nachhaltigkeitskonzepten herausgearbeitet worden.

     mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/228.php)
  • Querschnitts-AG Praxisintegration

    Innerhalb der sozial-ökologischen Forschung stellt die aktive Gestaltung der Schnittstelle von "Forschung" und "Praxis" eine zentrale Herausforderung dar. Zum einen stellt sich sowohl in konzeptioneller Hinsicht als auch auf der Ebene der Einzelprojekte die Frage, welche Funktionen Praxiswissen im Forschungsprozess zukommt und mit welchen Fragestellungen und Zielsetzungen "Praxiswissen" eingebunden wird. Zum anderen stellt die aktive Einbindung von Praxiswissen und Praxispartnern die Steuerung von SÖF-Projekten vor neue Herausforderungen. Mit der Lösung dieser und ähnlicher Fragen befasste sich die QAG "Praxisintegration". mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/230.php)
  • Querschnitts-AG Steuerung und Transformation

    In der sozial-ökologischen Forschung geht es nicht nur um wissenschaftliche Analyse, sondern um gesellschaftliches Handeln, das auf sozial-ökologische Transformationsprozesse gerichtet ist. Dabei besitzt die Steuerung von verknüpften sozialen, technischen und ökologischen Veränderungsprozessen eine zentrale Bedeutung. Steuerungsprobleme in sozial-ökologischen Transformationsprozessen sind durch die Kombination von drei Eigenschaften charakterisiert: Komplexität von Wirkungsbeziehungen, Ambivalenz von Nachhaltigkeitszielen und verteilte Einflussressourcen. Mit dieser Problematik beschäftigt sich die QAG Steuerung und Transformation.

     mehr (URL: http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/222.php)

Kontakt

  • Dr. Monika Wächter

    • Projektträger im DLR Umwelt,Kultur, Nachhaltigkeit
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: +49(0)228 3821 1597
    • Faxnummer: +49(0)228 3821 1500
    • E-Mail-Adresse: